Thema Läuse immer häufiger

“UKSH Kiel plant Studie zu Kopflausbefall an Schulen (Lübecker Nachrichten)”

Kiel (dpa/lno) - Das Universitätsklinikum Schleswig Holstein (UKSH)
plant an je sechs Grundschulen und Kindertagesstätten in Kiel eine Untersuchung
zum Kopflausbefall. Ziel der Studie der Klinik für Dermatologie ist es,
die Häufigkeit von Kopflausbefall bei Kindern zwischen drei und zwölf
Jahren und mögliche Resistenzen der Parasiten gegenüber den herkömmlichen
Läuse-Präparaten zu ermitteln, … Mehr Infos

Was ist die Ursache?

Ein peinliches Thema - aber dennoch kann es jedem passieren. Kopfläuse
sind in der heutigen Zeit nicht ausrottbar. Und es hat nichts mit “Dritte
Welt ” oder schlechter Hygiene zu tun. Ganz im Gegenteil, ihre Anzahl nimmt
zu, mitten unter uns. Und Hygiene nutzt wenig, durch Haare waschen werden Läuse
nicht gestört. Es ist mehr der Kontakt in Gemeinschaftseinrichtungen, die
den Kopfläusen die Ausbreitung erleichtert. Da Kopfläuse keine Flügel
haben, erfolgt dies durch Krabbeln, durch Körperkontakt, in seltenen Fällen
auch durch Gegenstände wie Haarbürsten oder Kopfunterlagen.

Die Ursachen für die Zunahme der Kopfläuse sind auch schnell erklärt.
Läuse sind hoch effizient arbeitende Lebewesen. Die kleinen 2-3 mm großen
Tierchen leben von menschlichem Blut. Läuse haben einen Stechrüssel,
mit dem sie mehrfach täglich frisches Blut aus der Kopfhaut saugen. Der
betroffene Mensch merkt dabei meistens gar nichts. Zwar wird der Befall letztlich
durch Juckreiz entdeckt, dieser entsteht aber durch ausgesonderte Speicheldrüsensekrete.
Die Läuse brauchen den Menschen zum Überleben. Ohne sein Blut überleben
die Tiere maximal 2 oder 3 Tage.

Das große Problem ist die schnelle Fortpflanzung. Läuse legen
Eier. Diese Eier, auch als Nissen bezeichnet, werden knapp über der Kopfhaut
an die Haare angeklebt. Sie sind farblos bis bräunlich und kleiner als
1 mm groß, was sie schwer sichtbar macht, vor allem wenn die Haare länger
sind. Aus den Eiern schlüpfen nach einigen Tagen Larven, die nach 9 - 11
Tagen geschlechtsreif sind.

Die hinterlassenen leeren Hüllen der Nissen besitzen eine weißliche
Farbe und sind besser zu erkennen. Insegsamt reicht eine Periode von 2-3 Wochen
von der Eiablage bis zur Fortpflanzungsfähigkeit der nächsten Generation.

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